Gruppenversicherung

Die Gruppenversicherungen werden von einigen Versicherungen angeboten. Die Voraussetzung um in einem Gruppenvertrag versichert werden zu können ist, dass das Unternehmen, der Arbeitgeber oder ein Berufsverband für seine Belegschaft einen Gruppenvertrag bei einer Versicherung abgeschlossen hat. Nur so kommt man, als zukünftiger Versicherter, in den Genuss, der oft viel preiswerteren Beiträge. So kann man zum Beispiel auch Familienangehörige in einem Gruppenvertrag mitversichern. Das heißt, dass der Beitragszahler Familienangehörige zu einem günstigeren Preis versichern kann.

Auch in einer Gruppenversicherung gibt es unterschiedliche Tarife, so haben zum Beispiel Anwälte, Apotheker und Steuerberater, andere Tarife als medizinisches Hilfspersonal. Nicht nur die günstigen Beiträge sind eine Besonderheit bei Gruppenverträgen, auch ist es in vielen Fällen so, dass es eine Annahmegarantie gibt, und es keine Wartezeiten gibt. Wenn man als Arbeitnehmer die Möglichkeit bekommt, durch den Arbeitgeber einer Gruppenversicherung beizutreten, ist es kein Problem, die bestehenden Verträge so umzuwandeln, dass man in den Genuss der preiswerteren Gruppenversicherungstarife kommt.

Eine Gruppenunfallversicherung ist eine zusätzliche Versicherung zu der gesetzlichen Unfallversicherung. Das heißt, dass der Arbeitgeber seine Angestellten, sich selbst und seine Familienangehörigen, freiwillig in einer Gruppenversicherung versichert. Diese Gruppenunfallversicherung ist nicht nur für den Arbeitsalltag anwendbar, sondern gilt das ganze Jahr und auf der ganzen Welt. Sollte nun der Arbeitgeber oder eine Person, die in dem Gruppenvertrag versichert ist, einen Unfall erleiden, egal wo und zu welchem Zeitpunkt, tritt die Versicherung mit ihren Leistungen in Kraft, sobald eine Invalidität messbar ist.

Über die Vertragsleistungen müssen natürlich Verträge geschlossen werden. Es ist aber so, dass die Gruppenversicherung nach einem Unfall und messbarer Invalidität, eine einmalige Kapitalauszahlung tätigt, sodass sofort nach dem Unfall, die nötigsten Dinge angeschafft werden können. Das ist ein großer Unterschied zu der gesetzlichen Unfallversicherung. Natürlich ist vor Vertragsabschluss zu überlegen, ob der Arbeitgeber die Geltendmachung der Ansprüche an seine Arbeitnehmer abtritt, oder sich dieses Recht vorbehält. Sicher ist, dass die Beiträge für die Gruppenversicherung als Betriebsausgaben geltend gemacht werden können.

Obwohl eine Gruppenversicherung eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers ist, ist ersichtlich, dass beide Seiten von so einem Vertrag profitieren können. Der Arbeitnehmer durch günstige Beiträge, der Arbeitgeber dadurch, dass es die Beiträge steuerlich geltend machen kann.

MediKompass.de