Unfallversicherung

Beim Thema Unfallversicherung kann grundsätzlich zwischen der gesetzlichen und der privaten Unfallversicherung unterschieden werden. Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein besonderer Teil der Sozialversicherung. Ihre Aufgabe besteht darin, Arbeitsunfälle und berufliche Krankheiten zu vermeiden bzw. nach Eintritt eines solchen Ereignisses den Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit der betroffenen Versicherten wieder herzustellen und sie mittels Geldleistungen zu entschädigen.

Zu den Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung gehören somit medizinische Heilbehandlungen und alle notwendigen ergänzenden monetären sowie sozialen Leistungen, Renten, Abfindungen und auch Leistungen an Hinterbliebene. Träger sind u. a. die Unfallkassen des Bundes bzw. gewerbliche Berufsgenossenschaften. Die finanziellen Mittel werden demnach vollständig durch die Beiträge der Arbeitgeber erbracht; staatliche Zuschüsse gibt es nicht.

Im Gegenzug zur gesetzlichen Unfallversicherung, die lediglich bei Unfällen im Arbeitsleben greift, dient eine private Unfallversicherung zur Deckung von gesundheitlichen Schäden, die durch einen Unfall im privaten Bereich entstanden sind – sei es im Haushalt, Straßenverkehr, Urlaub oder auch beim Sport. Unter bestimmten vorliegenden Voraussetzungen erbringt auch die private Unfallversicherung unterschiedliche Leistungen. Diese reichen von präventiven Maßnahmen über Heilbehandlungskosten und Geldleistungen bis hin zu jeglichen Mitteln, um aufgetretene Schäden bzw. Beeinträchtigungen zu beseitigen. Diese Hilfsleistungen dienen vordergründig dazu, das durch den Unfall entgangene Einkommen auszugleichen und im Todesfall den Hinterbliebenen Rentenzahlungen einzurichten.

Die private Unfallversicherung erbringt diesbezüglich Leistungen im Invaliditäts- und Todesfall, im Sinne von Krankenhaustagegeld, Tagegeld, Genesungsgeld, für Operationen und sogenannte Übergangsleistungen bei andauernder Beeinträchtigung der Gesundheit bzw. Leistungsfähigkeit. Es existiert eine Fülle an Unfallversicherungsarten. Zu den einzelnen Formen gehören vor allem die Einzel-Unfallversicherung, die Familien-Unfallversicherung, die Kinder-Unfallversicherung, die Gruppen-Unfallversicherung, die Sport-Unfallversicherung, die Luftfahrtunfallversicherung, die Insassen-Unfallversicherung, die Strahlen-Unfallversicherung und die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung, bei der die eingezahlten Beiträge nach einer zuvor vereinbarten und nunmehr abgelaufenen Frist zurückgezahlt werden, unabhängig davon, ob und welche Schäden zwischenzeitlich eingetreten sind und eventuell abdeckt wurden.

Zusammengefasst kann also gesagt werden, dass eine private Unfallversicherung im eingetretenen Versicherungsfall dem Versicherungsnehmer bzw. seinen Hinterbliebenen eine Geldleistung und / oder eine Rente zahlt. Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung, die nur bei beruflichen Unfällen greift, gilt der Schutz der privaten Unfallversicherung grundsätzlich rund um die Uhr und weltweit, es sei denn, andere Inhalte wurden im Vertrag bzw. der Police aufgenommen.

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