Häufigkeit von Unfällen

Unfälle ereignen sich leider recht häufig. In Deutschland sind im Jahr weit über 8 Millionen Menschen von einem eintretenden Unfallschaden betroffen. Das sind über 10 % der Bevölkerung bzw. mehr als jede/r zehnte Bürger/in. Glücklicherweise ist das Risiko, trotz eines Unfalls zum Invaliden zu werden, eher gering. Nachfolgende Zahlen sollen diesen Umstand verdeutlichen.

Die meisten Todesfälle sind im Straßenverkehr zu beklagen. Jährlich sterben über 7.000 Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland. Im Gegenzug werden “nur” etwa eine halbe Million Menschen im Straßenverkehr verletzt. An zweiter Stelle stehen über 6.000 Unfälle mit Todesfolge im Haushalt. Bei Haushaltsunfällen verletzen sich weit mehr als im Straßenverkehr, nämlich ca. 2,7 Millionen Menschen.
Mit fast 6.000 Todesfällen scheinen Freizeitunfälle ebenso häufig aufzutreten wie Haushaltsunfälle. Auch während des Freizeitvergnügens wie beispielsweise beim Sport verletzen sich ebenfalls über 2,6 Millionen Menschen. Im Arbeitsbereich kommt es zu fast 1.000 tödlichen Unfällen und knapp 1,5 Millionen Verletzten im Jahr. In der Schule verletzen sich in etwa auch 1,5 Millionen Menschen.

30 % alle Unfälle finden im Arbeitsbereich statt. In diesen Fällen kommt die gesetzliche Unfallversicherung für die auftretenden Schäden auf. Anders sieht es für Unfälle aus, die außerhalb des Arbeitslebens eintreten. Hier würde bei Vorliegen der erforderlichen Umstände nur eine private Unfallversicherung den eintretenden Schaden übernehmen. Die größten Gefahrenbereiche im privaten Bereich bilden Haushalt und Freizeitaktivitäten mit jeweils etwa 20 %. Ebenfalls 20 % aller Unfälle ereignen sich in so genannten sonstigen Fällen. Unfälle im Straßenverkehr schlagen mit ca. 13% zu Buche.

Dabei fällt auf, dass vor allem ältere Menschen, etwa ab dem Rentenalter, von Unfällen im Haushalt betroffen sind. Die Unfallursache sind hierbei meistens Stürze. Beim Sport scheinen vor allem Ballsportarten, Inlineskaten und Reiten ein erhöhtes Unfallrisiko zu haben.

Über die Hälfte aller schwerbehinderten Menschen in Deutschland ist bereits älter als 65 Jahre, mehr als 20 % befinden sich zwischen 55 und 65 Jahren. Das heißt, fast 3/4 aller Behinderten sind über 55 Jahre alt. Im Gegenzug sind lediglich 2% noch nicht volljährig. Erhebungen haben ergeben, dass ca. 83% dieser Behinderungen Folge einer Krankheit und 5% angeborene Störungen sind. Nur etwa 2% kamen infolge eines Unfalls bzw. einer Berufskrankheit zustande.

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