Dynamische Unfallversicherung

Ein Unfall ist schneller passiert, als man sich vorstellen kann. Ein Unfall ist schneller passiert, als man sich vorstellen kann. Einem Bereich also, welcher von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht gedeckt ist. Auch Familienglieder sind im Falle eines Unglücks nicht von der staatlichen Unfallversicherung geschützt. Vor allem eine längere Berufsunfähigkeit kann zu schwierigen finanziellen Verhältnissen führen.

Damit eine private Unfallversicherung auch im Unglücksfall auch hilfreich ist, muss sie mehrere Bedingungen erfüllen. Schließlich dürfen keine Lücken entstehen, durch welche man trotz staatlichem und privatem Schutz fallen könnte. Damit die vertragliche Leistung einer privaten Unfallversicherung im Schadensfall geeignet ist, um eine angemessene Hilfe darzustellen, muss die private Unfallversicherung auch regelmäßig den wahren Verhältnissen angepasst werden. Mit der Vertragsoption „Dynamisch“ lässt sich dieser Vorgang einfach und unkompliziert vornehmen.

Eine dynamische private Unfallversicherung wird jährlich um einen, vertraglich nicht näher definierten, Prozentsatz erhöht. Der Prozentsatz, um welchen die Prämie und die Kapitalsumme erhöht werden, orientiert sich an der staatlichen Rentenversicherung, indem der gesetzliche Höchstbeitrag der Rentenversicherung jährlich um ein paar Prozentpunkte erhöht wird, um der Inflation gegenzusteuern. Bei einer dynamischen privaten Unfallversicherung wird für gewöhnlich ein Mindestprozentsatz vereinbart. Bei privaten Unfallversicherungen, für welche nur eine kurze Laufzeit von einem Jahr gewählt wurde und nach deren Ablauf ein Wechsel zu einem anderen Anbieter zu erwarten ist, spielt die Inflation eine geringe Rolle.

Bei einer Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr verhält es sich hingegen völlig anders. Aufgrund der besonders langen Laufzeiten von 20 Jahren oder mehr macht sich hier die Inflation besonders stark bemerkbar. Verabsäumt es der Versicherungsnehmer, bei Vertragsabschluss eine dynamische Anpassung von Prämie und Kapitalsumme zu vereinbaren, so kann es im Schadenfall zu einer bösen Überraschung kommen. Die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgelegte Kapitalsumme verliert, bedingt durch die jährliche Geldentwertung, mit zunehmender Laufzeit an Kaufkraft.

Sollte sich wenige Jahre nach Vertragsabschluss ein Unglücksfall ereignen, so macht sich die Geldentwertung auf die auszubezahlende Kapitalsumme nur geringfügig bemerkbar. Tritt hingegen der Unglücksfall sehr spät ein, so macht sich die Geldentwertung sehr stark bemerkbar. In Folge ist die Kaufkraft der Kapitalsumme durch die jahrelange Geldentwertung sehr stark gemindert und der gedachte Schutz für den Unglücksfall nicht mehr gegeben.

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