Lineare Unfallversicherung

Unfälle ereignen sich sehr schnell. Körperintensive Sportarten und andere Freizeitaktivitäten sind für ca. 70 Prozent aller Unfälle verantwortlich. In den glücklichen Fällen bleibt es bei ein paar Schrammen oder bei einem kürzeren Aufenthalt ohne weitere Folgen. In manchen Fällen hat ein Unfall gravierende Folgen für den weiteren Lebensverlauf. Eine Verletzung mit bleibenden Folgen kann zu einer teilweisen oder gänzlichen Invalidität und somit zu finanziellen Einbußen führen.

Freizeitunfälle sind jedoch nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt. Doch selbst dann, wenn sich ein Unfall am Arbeitsplatz ereignet, reichen die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung nicht aus, um die finanziellen Ausfälle zu kompensieren. Vor allem im Fall einer völligen Invalidität wie z. B. einer Querschnittlähmung kommen auf die betroffene Person hohe finanzielle Belastungen zu. Umbauten, welche das Haus bzw. die Wohnung Rollstuhl gerecht machen, kosten sehr viel Geld. Geld, welches sich wegen der Invalidität nicht mehr verdienen lässt. Eine zeitaufwendige berufliche Neuorientierung ist nötig. Doch die nötigen Umbauten lassen nicht auf sich warten.

Für derartige Fälle ist eine private Unfallversicherung vorgesehen. Damit die Kapitalsumme auch ausreicht, müssen beim Vertragsabschluss einige Punkte beachtet werden. Bei einer privaten Unfallversicherung kann der künftige Versicherungsnehmer aus zwei Varianten wählen. Zur Verfügung stehen die lineare und die progressive Unfallversicherung. In beiden Fällen erhält der Versicherungsnehmer einen Prozentsatz seiner Versicherungssumme, abhängig vom Grad der Invalidität.

Der Prozentsatz der linearen Unfallversicherung steigt und fällt mit dem Grad der Invalidität. In der einfachen Variante entspricht der Prozentsatz immer dem Grad der Invalidität. Beträgt also der Grad der Invalidität 25 Prozent, so erhält der Versicherungsnehmer 25 Prozent der vertraglichen Versicherungssumme. Bei der linearen Unfallversicherung sind alle Grade der Invalidität gleichmäßig abgesichert. Da der Großteil der Unfälle einen Invaliditätsgrad unter 25 Prozent zur Folge haben, ist mit dieser Vertragsvariante der Großteil der Unfälle ausreichend abgedeckt.

Da mit zunehmender Invalidität sowohl die Einbußen bei den Einkünften aus selbstständiger Arbeit als auch die finanziellen Ansprüche steigen, ist eine lineare Unfallversicherung für diese Fälle nicht geeignet, um die ausreichende Finanzierung sicherzustellen. Gerade bei gefahrengeneigten Berufen und gefährlichen Freizeitaktivitäten muss mit einem erhöhten Unfallrisiko gerechnet werden. Hier lohnt es sich, ein Tarifmodell zu wählen, welches diesem Umstand Rechnung trägt.

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