Lohnt sich eine Progression?

Sicherheit kostet, das ist klar! Doch wie viel Sicherheit auch tatsächlich Sinn macht lässt sich gar nicht so einfach sagen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Ausübung eines Berufes, welche ein hohes Unfallrisiko mit sich bringt, auch das Risiko einer Invalidität infolge eines Arbeitsunfalls erhöht. Weit schlimmer verhält es sich mit Freizeitaktivitäten. Aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen zur Unfallverhütung am Arbeitsplatz und in der Schule ereignen sich die meisten Unfälle in der Freizeit. Meist sind die Folgen eines Unfalls schnell verheilt, doch in manchen Fällen haben Unfallopfer weniger Glück. Invalidität ist die Folge.

Bei der progressiven Lebensversicherung steigen die Versicherungsleistungen mit zunehmendem Invaliditätsgrad überproportional an. Bis zu 500 Prozent kann die Progression im Extremfall betragen. Sonderverträge bieten Progressionen von bis zu 1000 Prozent an. Derartige Sonderverträge haben natürlich auch ihren Preis, welcher sich in Form von Zuschlägen auf die Prämien bemerkbar macht. Und dieser Zuschlag steigt ebenfalls mit zunehmender Proportion. Damit man nachts gut schlafen kann, braucht es nicht nur einen guten Versicherungsschutz, sondern einen sinnvollen Versicherungsschutz, welcher einerseits vor den Folgen eines Unfalls schütz und andererseits vom monatlichen Einkommen genügend Geld zum Leben übrig lässt.

Laut Statistik ist die Wahrscheinlichkeit einer Vollinvalidität sehr gering. Die meisten Invaliditätsfälle bewegen sich in einem Bereich unterhalb von 25 Prozent der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Verständlicherweise lassen sich Härtefälle nie ausschließen. Doch auch in den gelinderen Fällen muss damit gerechnet werden, dass Umbauten an Haus oder Wohnung vorgenommen werden müssen, oder der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Damit im Unglücksfall aus der Unfallversicherung ausreichend Geldmittel fließen, muss ein passendes Tarifmodell gewählt werden.

Da alle Tarifmodelle bis zu einem Invaliditätsgrad von 25 Prozent einen linearen Anstieg vorsehen, reicht eine lineare Unfallversicherung aus, wenn kaum ein Risiko für eine höhergradige Invalidität besteht. Hier ist die lineare Unfallversicherung die günstigste Variante. Diese bietet bis zu einem Invaliditätsgrad von 25 Prozent denselben Schutz wie die progressive Unfallversicherung, zeichnet sich jedoch durch niedrigere Prämien aus, da in diesem Fall kein Zuschlag für die Progression eingehoben wird. Zählt der Versicherungsnehmer jedoch zu jener Risikogruppe, bei welcher mit einem Invaliditätsgrad über 25 Prozent zu rechnen ist, ist die progressive Unfallversicherung vorzuziehen.

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