Welche Vertragsart ist sinnvoll?

Wer sich dazu entschlossen hat, eine private Unfallversicherung für sich in Anspruch zu nehmen, sieht sich mit einer Fülle verschiedener Vertragsarten konfrontiert. Soll es eine lineare oder vielleicht doch eine progressive Unfallversicherung sein oder vielleicht doch der Mehrstufentarif. Die bunt illustrierten Grafiken der Prospekte zeigen sehr schön die Vor- und Nachteile der einzelnen Vertragsarten, doch eine wirkliche Entscheidungshilfe bieten auch sie nicht. Schließlich hat jedes Vertragsmodell seine Vorzüge.

Auf der Suche nach dem passenden Vertrag kann die Kaufentscheidung anderer Versicherungsnehmer hilfreich sein. Um eine aussagekräftige Übersicht zu erhalten, sollten nur die Kaufentscheidungen jener Versicherungsnehmer herangezogen werden, welche sich in einer vergleichbaren Situation befinden. Darunter ist ein vergleichbarer Familienstand, eine vergleichbare Risikogefährdung in Beruf und Freizeit und auch ein vergleichbares Einkommen zu verstehen. Schließlich macht es kaum Sinn, sich mit Versicherungsnehmer zu vergleichen, deren Risikogefährdung höher oder niedriger ist.

Grundsätzlich ist eine einfache Unfallversicherung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr vorzuziehen. Von einer Unfallversicherung mit einjähriger Laufzeit kann man schnell und ohne Stornokosten auf die Preisänderungen am Markt reagieren. Bei der Wahl des Tarifes hilft eine Gegenüberstellung der einzelnen Tarife. Der progressive Tarif und der Mehrleistungstarif zeichnen sich dadurch aus, dass einem höheren Invaliditätsgrad eine höhere Versicherungsleistung gegenübersteht, als dies beim linearen Tarif der Fall ist.

Stellt man wiederum den progressiven Tarif und den Mehrleistungstarif gegenüber, spricht grundsätzlich alles für den progressiven Tarif, da dieses Modell die einzelnen Stufen der Invaliditätsgrade deutlich genauer berücksichtigt. Die zahlreichen Abschlüsse von progressiven Unfallversicherungen sprechen ebenfalls für diese Argumentation. Selbstverständlich kostet die höhere Versicherungsleistung einen Zuschlag auf die Prämie.

Ob sich ein Versicherungsnehmer für eine lineare oder progressive Unfallversicherung entscheidet, hängt von mehreren Entscheidungsgrundlagen ab. Die Unfallversicherung soll so gewählt werden, dass einerseits ein ausreichender finanzieller Schutz im Unglücksfall gegeben ist, andererseits die zu zahlenden Prämien das Budget, und somit die finanzielle Situation, nicht zu sehr belastet. Da sich die meisten Invaliditätsfälle unterhalb von 25 Prozent ereignen, sollte von einer zu hohen Progression abgesehen werden. Dem gegenüber steht das individuelle Risiko eines Unfalls. Statistiken und Grafiken der einzelnen Tarifmodelle bieten einen guten Überblick. Die passende Unfallversicherung ist in der Praxis ein Kompromiss aus Sicherheit und Finanzierbarkeit.

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