Welche Arten von Unfallversicherung gibt es?
In Deutschland ereignet sich rein statistisch gesehen in jeder Minute mindestens ein Unfall. Denkt man an den eigenen Tagesablauf, fallen einem sicher mindestens drei Situationen ein, bei denen die Gefahren für einen Unfall besonders hoch sind. Leider gehen nicht alle Unglücksfälle glimpflich aus. In manchen Fällen bleibt eine lebenslange Invalidität bestehen und man gerät durch die veränderte Lebenssituation in eine finanzielle Notlage. Dem kann man durch eine Unfallversicherung vorbeugen.
Generell kann zwischen zwei Arten der Unfallversicherung unterschieden werden.
Zum einen gibt es die gesetzliche Unfallversicherung. Sie versichert Personen an ihrem Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz (z. B. Arbeitnehmer, Schüler, Studenten, Pflegepersonal etc.), einschließlich ihres Weges dorthin und zurück. Des Weiteren versichert sie Kinder während ihres Aufenthaltes in Kindergärten oder ähnlichen Einrichtungen. Diese Personengruppen sind pflichtversichert, das bedeutet, dass der Unfallversicherungsträger verpflichtet ist, bei einem Unfall zu zahlen. Freiberufler, Selbstständige, Unternehmer und mitarbeitende Ehegatten können sich freiwillig versichern. Die gesetzliche Unfallversicherung greift auch bei Berufskrankheiten.
Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen. Folgende Geldleistungen können beispielsweise geltend gemacht werden: Verletztenrente, Abfindungszahlungen, Pflegegeld, Übergangsgeld, Hinterbliebenenrente und Sterbegeld.
Zum anderen gibt es die privaten Unfallversicherungen. Die private Unfallversicherung versichert Privatpersonen als Einzelversicherung (Erwachsenen/Kinder, z. B. die Kinderunfallversicherung), Familien (Familienunfallversicherung) und Unternehmen, Vereine sowie Verbände (Gruppenunfallversicherung). Die Hauptleistung der privaten Unfallversicherung ist die finanzielle Absicherung eines Beitragszahlers im Falle einer körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigung infolge eines Unfalls. Leistungen erfolgen entweder als einmalige Kapitalzahlung oder als lebenslange Rente.
Die einzelnen Beitragstarife und Leistungen gestalten sich sehr unterschiedlich. Hier gilt es, die Unterlagen der Anbieter genau zu prüfen, um für sich die beste Versicherung zu finden.
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